Das originale finnische "korvapuusti" - backe selbst und genieße es!

Das originale finnische "korvapuusti" - backe selbst und genieße es!

Zum gemütlichen Kaffeetrinken mit Familie oder Freunden gehören für mich die „Ohrfeigen“, oder auf Finnisch „Korvapuustit“. Es ist eine Zimtschnecke, ähnliche den norddeutschen Franzbrötchen.

Das Rezept stammt aus dem Kochbuch „Traditionelle finnische Hausgerichte – Perinteisiä kotiruokia – Finnisch und deutsch – suomeksi ja saksaksi“ des Arbeitskreises der finnischen Seemannskirche in Hamburg. Dieses Buch wurde 2018 noch einmal neu aufgelegt und ist bei der Finnischen Seemannskirche in Hamburg oder auf Nachfragen bei der Deutsch-Finnischen Gesellschaft e.V. erhältlich.


Die Zutaten

1. Der Teig

500 ml Milch
50 g Hefe
1 Ei
150 g Zucker
2 Teelöffel Salz
1 Esslöffel Kardamom
Ca. 900 g Weizenmehl
150 g Margarine


2. Die Füllung
4 Esslöffel Butter oder Margarine
2 Esslöffel Zucker
1 Esslöffel Zimt
Oder etwas Experimentierfreude… dazu später mehr


3. Zum Bestreichen

1 Ei
Hagelzucker und / oder Mandelsplitter

 

Zwei Hinweise zu den Zutaten

1.  Statt einem Stück Hefe kann man natürlich auch Trockenhefe aus der Tüte verwenden. Das mache ich auch meistens so.

2. Am besten grob gemahlenen Kardamom verwenden, wie Mari Ihn auch im Laden verkauft (https://littlefinland.de/de/senf-gewuerze/919-meira-kardamom-gemahlener-8g.html). Der Geschmack ist intensiver als bei Kardamompulver und ein Röhrchen à 8 g reicht für zweimal Backen von „Korvapuustit“ und ist wieder verschließbar.


Den Teig vorbereiten

Zuerst gebe ich ca. 600 g des Mehls in eine Schüssel, die später luftdicht verschlossen werden kann. Ei, Zucker, Salz und Kardamom dazu geben. Bei Verwendung von einem Hefewürfel, diesen in 500 ml lauwarmer Milch auflösen und dann zum Teig dazu geben. Bei Trockenhefe, diese dazu geben und leicht verrühren.

Anschließend die Milch z.B. in der Microwelle, erwärmen, die Margarine schmelzen und beides hinzufügen. Jetzt kann der Teig mit dem Knethacken und dem Handrührgerät vermischt werden. Das restliche Mehl nach und nach dazu geben. Wenn man merkt, dass es mit den Knethacken immer schwergängiger wird, die Ärmel hochkrempeln und mit den Händen weiterkneten.

Ich habe meist ein zweites 1 kg-Paket Weizenmehl zur Hand, da der Teig sehr klebrig ist. Immer wieder Mehl hinzufügen, bis man beim Kneten merkt, dass der Teig zwar noch klebt, sich aber immer mehr zu einer Kugel in der Schüssel formt. Dann die Schüssel verschließen und an einen warmen Ort stellen, damit der Hefeteig gehen kann.


Lass uns backen!

Wenn sich der Teig in etwas verdoppelt hat, muss dieser durchgeknetet werden, damit die Blasen verschwinden. Danach teile ich den Teig in vier etwa gleich große Teile. Die Arbeitsfläche leicht mit Mehr bestreuen und den ersten Teil mit dem Nudelholz dünn ausrollen. Im Originalrezept steht den Teig ausrollen, bis er etwa 1 cm dick ist. Ich rolle ihn viel dünner aus, damit man später mehr Schichten sieht und somit auch mehr Oberfläche für die Füllung hat. Aus diesem Grund brauche ich auch deutlich mehr Zucker und Zimt als oben angegeben.


Jetzt einen guten Esslöffel Margarine schmelzen und mit einem Backpinsel auf dem Teig verstreichen. Ebenfalls mit einem Esslöffel den Zucker auf den Teig streuen und anschließend den Zimt. Ich mag es sehr zimtig, sodass nach dem Backen der gerade neu angefangene Zimtstreuer schon mal halb leer sein kann.

Im Anschluss den Teig eng zusammenrollen und die Teigrolle mit dem Messer V-förmig durchschneiden. Dann den Teig auf die breite Seite „stellen“ und mit der stumpfen Seite des Messers, oder mit dem Messergriff, die schmale Seite des Teigs auf die breite Seite drücken. Danach sieht man an den beiden Enden die „Schnecken“ am besten. Jetzt die Zimtschnecken noch etwas gehen lassen. So auch mit den anderen drei Teilen verfahren.


Zur Experimentierfreude:
Es gibt ja Menschen, die mögen Zimt nicht. Warum nicht mal Pfefferminz und Schokolade versuchen? Von der Firma Fazer gibt es die beliebten Marianne Bonbons klein gecruscht. Einfach mal beim nächsten Besuch in Finnland bei den Backzutaten nach „Marianne Crush“ suchen. Dort im Regal lassen sich sicher noch andere Zutaten zum Experimentieren finden. (Bald im Laden und online auch!)

Den Ofen bei Umluft auf 250°C vorheizen. Während dessen die „Korvapuustit“ mit dem zuvor verquirltem Ei, bestreichen. Wer möchte, kann dass Ei auch mit etwas Wasser strecken, oder auch zwei Eier zum Bestreichen verwenden, je nach Belieben. Dann die „Korvapuustit“ mit Hagelzucker und / oder Mandelsplitter bestreuen.

Ich gebe die „Korvapuustit“ für 12 Minuten in den Ofen, wobei ich sie nach den ersten 4 Minuten mit Alufolie abdecke, damit sie nicht zu dunkel werden. Wenn sie nach den 12 Minuten noch nicht durch sind, lieber noch mal in den Ofen schieben, denn niemand möchte noch innen klebrige Zimtschnecken essen. Kosten ist also zwingend erforderlich.


Das finnische "Pikkujoulu" im Harz 23.-25.11.2018


Du willst selbst „Korvapuustit“ backen, glaubst aber es ist doch zu schwer? Dann komm zum Pikkujoulu der Deutsch-Finnischen Gesellschaft e.V. im Harz vom 23.11. bis 25.11.2018. Wir backen und kochen Finnisch und essen zusammen ein traditionelles finnisches Weihnachtsessen. Alle Infos und die Anmeldung findest du hier: https://www.dfg-ev.de/news/5738

Tervetuloa! Willkommen!

Text: Jana Stegbauer
Fotos: Visit Finland & Wikipedia

Posted on 03.11.2018 Essen & Trinken 0 828
Tag: Backen

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